Montag, 11. Februar 2008

Das Eine-Woche-Neuseeland-Resumee

Ich bekomme derzeit einige Nachrichten per Mail oder Studivz in denen Freunde mir die üblichen Fragen stellen:

„ Wie ist Neuseeland so?“
oder
„Wie sind die Neuseeländer so?“

Da meine Berichte bisher fast ausschließlich unsere Touren beschrieben, jedoch nicht über ihre Menschen und deren Eigenarten, möchte ich dies hier nun mal aufgreifen.

Die erste Frage hab ich quasi jeden Tag schon beantwortet: Neuseeland ist einfach wunderschön. Mit den Eigenarten der Neuseeländer (vor allem das Linksfahren) kommen wir sehr gut klar, da außer in Christchurch, der Verkehr nun nicht wirklich erwähnenswert ist. Über das Essen hatte ich ja nicht so viel Gutes gehört, aber ich wurde eines besseren belehrt. Bisher haben wir echt immer richtig gutes Essen bekommen und wir haben wirklich auch schon richtig gut für Low-Budjet gegessen. Also nicht nur Fish&Chips...


Im Vorfeld wurde mir berichtet, dass die Neuseeländer sehr freundlich, aber eher konservativ und prüde sind. Freundlich sind die Neuseeländer in der Tat, obwohl ich sie mir sogar noch freundlicher vorgestellt hab (ohne sie jetzt schlecht darstellen zu wollen). Aber in einigen Hotels waren die Rezeptionisten nun leider des Öfteren weniger freundlich, deshalb das etwas getrübte Bild.
Zu dem „prüde“ nun folgende Geschichte:
Wie in meinem letzten Blogeintrag zu lesen, gingen wir den letzten Abend in Queenstown eher ruhig an um uns auf den Trip am folgenden Tag in Richtung Doubtful Sound vorzubereiten. Nachdem alles gepackt war, entschloss ich mich noch mal gegen 21:30 Uhr in den hoteleignen Swimming Pool mit anliegendem Whirlpool zu hüpfen. Ich hatte Glück, denn um diese Zeit war ich wohl der einzige der den Outside-Bereich besuchte. Wohl auch aufgrund des nicht ganz so schönen Wetters. Ich schwamm also einige Runden im (nicht ganz so warmen) Pool und entspannte mich dann im Whirlpool und guckte in den nun ohne Wolken behangenden Himmel und dachte, jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Frau ;)
Und wie es der Zufall so will, öffnete sich in diesem Moment die Tür des Outdoor-Bereiches. Ich dachte: „Endlich wurden mein Gebete erhört“. Aber nix da, der Blick in Richtung Tür ließ mich wieder mit den Gedanken runterkommen. Die ersten 3 Damen, die hineinspazierten wogen wahrscheinlich zusammen locker 350 Kilogramm. Aber nun gut, man kann ja nicht alles haben. Doch hinter den 3 Schwergewichten kam noch eine ganz hübsche Frau (ca. Mitte 20) zum Vorschein. Die erste der 3 „Hübschen“ stiegt sofort zu mir in den Whirlpool und versuchten sich mit mir zu unterhalten (übrigens waren die ersten 3 alle ca. 40 Jahre alt). Jedoch machte das laute Blubbern, meine noch nicht wirklich ausgereiften Englischkenntnisse und der neuseeländische Akzent ein vernünftiges Gespräch unmöglich. Da sich die anderen 3 Damen wohl noch nicht hineintrauten überließ ich Ihnen gentleman like den Whirlpool, da diese wohl zu viert hier waren und es zu fünft wirklich kuschelig gewesen wäre. Ich drehte zur Erfrischung noch eine Runde Pool und merkte natürlich wie die 4 Damen sich über mich „unterhielten“ und auch ab und zu eine Frage stellten („Where do you come from“ u.ä.). Als ich mich abtrocknete und mich verabschiedete riefen sie mir jedoch Sprüche hinterher die mich überraschten: „What is your Room-Number?“ und „Why are you going?“
Inwiefern man das ernst nehmen sollte, fand ich nun nicht heraus, da ich Angst hatte, dass der Spruch wohl nicht von der Kleinen kommen könnte. Also von wegen pruede oder? Wieder im Zimmer angekommen und kurz geduscht ging ich noch hoch in die Cocktailbar, weil man weiß ja nie ne?! Aber außer einem sehr netten Gespräch mit einem neuseeländerischen Journalist, der schon öfter in Berlin war, verlief der Abend sehr ruhig. Zum Glück wahrscheinlich…

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