Nach dem doch (anstrengenden) Trip, gönnten wir uns einen Nachmittag ruhe. Wir fuhren ins nahe liegende Te Anau. Eine kleine Stadt (bei uns würde es eher als Dorf bezeichnet werden), die eigentlich nur von dem Tourismus der beiden nahe liegenden Fjorde lebt. Wir aßen in einem sehr netten Café/Restaurant zu Mittag, checkten im Hotel ein und verbrachten den Rest des Tages damit am Pool zu liegen und das hier nun endlich wieder gute Wetter zu genießen (es war übrigens unser erster „nur in der Sonne liegen- Tag). Nachdem Abendessen, hofften wir auf gutes Wetter für den Folgetag und schliefen fix und fertig ein.
Am nächsten Tag ging es jedoch schon wieder mit dem gleichen Veranstalter zum nächsten Fjord: Dem Milford Sound!
Wieder hatten wir vorab einen „overnight-Cruise“ gebucht, wobei wir nach dem ersten Trip ernsthaft überlegten diese Tour abzusagen. Doch ließen wir uns nicht entmutigen, wohl auch deshalb, als dass der Milford Sound (im Gegensatz zum Doubtful Sound) sehr touristisch eingestuft wird und sich ein halb Tages Trip nicht wirklich gelohnt hätte. Wenigstens spielte diesmal das Wetter mit, somit war schon mal eine wichtige Komponente gegeben (Es besserte sich sogar von Stunde zu Stunde).
Wir wurden um kurz vor 13 Uhr von einem Bus abgeholt und fuhren die in meinen Augen bisher schönste Strecke des Landes zum Milford Sound. Einen großen Anteil daran hatte neben dem Wetter und der wunderbaren Landschaft auch der Busfahrer, der echt witzig war und uns viele Sachen erzählte und erklärte (ja sogar auf gut verständlichem Englisch). So kamen wir an einer Drehstelle von Herr der Ringe vorbei und ich (als Halb-Leihe) erkannte sie sogar (für die Insider: Die Stelle wo Gandalf auf dem weißen Pferd und einem Hobbit nach Menastirit reitet). Neben dieser Stelle machten wir unterwegs auch einige kleine wunderschöne Wanderwege mit kleinen Wasserfällen (immer so ca. 5-10 min).
Am Milford Sound angekommen wurden auch meine letzten Zweifel am guten Gelingen dieses Trips weggeblasen. Auf unserem Schiff stieg ein ganzer Bus (ca. 50 Personen) voller junger Leute ein (alle so ca. zwischen 17-21). Ich dachte, die wollen mich verarschen. Also im Endeffekt ein krasses Kontrastprogramm zu der Doubtful-Sound-Tour! Ich war erleichtert und höchst erfreut (und das lag übrigens nicht an dem Frauenanteil von ca. 90 %). :-P
Die Atmosphäre an Board war wirklich viel entspannter, selbst die Crew-Mitglieder waren viel jünger als auf der ersten Tour. Zwar gab es auch auf dieser Tour vereinzelt ältere Personen, aber nun stellten diese die Ausnahme dar.
Die Tour selber war zwar nicht ganz so naturgeladen wie die Erste, aber durch die Atmosphäre, das Wetter und das Publikum viel angenehmer. Ein weiterer Grund für meine gute Laune war ein junges Ärzte-Pärchen aus Kiel, mit denen ich mich die ganze Tour lang sehr gut verstand und auch endlich mal wieder vernünftige Gespräche auf Deutsch führen konnte.
Natürlich unterhielt ich mich auch mit einigen Leute von der Jungend-Reisegruppe und fand heraus, das es sich um (größtenteils) australische Jugendliche handelte, die eine Zwei-Wochen Neuseeland Reise machten, sich aber vorher auch alle nicht kannten (wohl vergleichbar mit Rainbow Tours u.ä.). Nach einer Badeaktion im Fjord, gutem Essen, netten Gesprächen, einigen Bier und einem wunderschönen Sternenhimmel ging auch dieser wunderbare Tag zu Ende.
Am nächsten Morgen ging es wieder um 7 Uhr zum Frühstück. Einen Sonneaufgang konnte man leider nicht sehen, da sich der Himmel in der Nacht zugezogen hatte. Nach einer kurzen Tour durch den Fjord und dem bestaunen einiger Wasserfälle und Robben kamen wir recht schnell wieder ans Ufer. Nach dem Verabschieden von neuen Bekannten ging es wieder in die Busse mit der Gewissheit, dass man sich von schlechten Erfahrungen nicht so schnell runterziehen sollte und es einfach noch mal versuchen sollte!
In diesem Sinne eine schönen Valentinstag! <3
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