Sonntag, 17. Februar 2008

Die Gletscher

Vorab erzähle man uns, dass es an der ganzen Westküste wohl keine freien Hotels mehr geben würde. So dramatisch war es im Endeffekt nicht, jedoch konnten wir deswegen keine weitere Nacht in unserem Hotel bleiben. Also wieder das gleiche Prozedere: Früh morgens Sachen ins Auto geschmissen und weiter geht’s.

Wir wohnten zwar in Fox Glacier, aber wirklich gesehen hatten wir bisher nix von der bekannten Touristenattraktion. Dies holten wir gleich nach dem Frühstück nach und machten uns mit dem Auto auf zu dem etwas weiter entfernten Parkplatz des Fox Glaciers. Nach einem ca. 1 stündigen echt spannenden Marsch (über Flüsse etc.) kamen wir an der Gletscherzunge an. Ich hätte vorher echt nicht gedacht, dass das so beeindruckend wäre. Aber diese Eismassen wirkten enorm einschüchternd und interessant zu gleich. Zwar war der Gletscher hier nicht gerade hübsch, da an der Gletscherzunge (das Ende des Gletschers) sich viel Geröll gebildet hat, aber doch furchteinflösend (wohl auch wegen diverser „Dangerous“ oder „Risk“ Schilder).

Das absolute Highlight des Tages wartete jedoch ca. 25 km entfernt auf uns. Wir hatten uns entschlossen ein Hubschrauberrundflug zu machen. Die Auswahl an Flügen ist zwar sehr vielfältig, jedoch auch sehr abhängig vom Wetter. Wir hatten Glück und bekamen ein Flug für 14 Uhr auf dem Franz-Josef-Gletscher. Die Zahlung sollte jedoch auch erst dann erfolgen, da sich die Wetterverhältnisse in den Bergen erfahrungsgemäß schnell ändern können. Da wir noch 2 Stunden Zeit hatten, fuhren wir diesmal zum Ende des Franz Josef Gletscher (einige paar Kilometer von der „Stadt“ entfernt). Dort machten wir erneut eine kleine Wanderung, jedoch diesmal zu einem spektakulären Viewpoint, anstatt zum Gletscherende. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt gerade aufgeklart (am Fox Glacier hatte es noch geregnet) und so schossen wir echt schöne Fotos an einem kleinen Teich, an dem sich diesmal der Gletscher spiegelte:



Dann war es endlich soweit:

Der Helikopterrundflug stand an!

Das Wetter ermöglichte einzig ein 20 minütigen Flug um den Franz-Josef-Gletscher inklusive Landung auf dem Gletscher. Doch diese 20 Minuten waren einfach richtig geil!

Mit uns im Heli flog (leider) eine 4 köpfige asiatische Familie. Bei dieser Familie traf das Vorurteil über Asiaten mit Kameras nun wirklich zu. Die Mutter hatte die ganze Zeit über die Videokamera laufen, der Vater und der Großvater waren die ganze Zeit am fotografieren. Ich gebe ja zu, wir machten auch viele Fotos, aber nunja…Aber jetzt zu den guten Seiten des Fluges:

Es war einfach phänomenal. Die Aussicht, die Landung mitten auf dem Gletscher, zum ersten Mal Helikopter geflogen, der Gletscher, das Meer im Hintergrund….einfach unbeschreiblich:



Als der Heli wieder in Franz Josef landete, konnte ich gar nicht fassen, was ich gerade erlebt hatte.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Stand heute in der The Press (Christchurch), auf der ersten Seite, mit Bild. Viele Grüße, Stefan.

A German tourist who sprayed graffiti on the rocks and ice face at Franz Josef Glacier returned to the natural landmark at the weekend to clean up his scrawls.

German tourist Jan Philip Scharbert was photographed by English tourists tagging rock walls and the glacier on Thursday. They gave the photographs to Department of Conservation (DoC) staff.

Constable Paul Gurney, of the Whataroa police, said that early the next morning DOC staff reported that Scharbert, 28, from Munich, was waiting for a bus out of Franz Josef.

Police nabbed him as he was getting on the bus and he was arrested and ordered to clean up his graffiti, under DOC supervision.

Gurney said it took Scharbert 1 1/2 days to clean up his handiwork, during which he received many reprimands from other visitors.

Guides chipped off the graffiti on the glacier with ice axes.

DOC was satisfied with his repair job, meaning he escaped a wilful damage charge.