Samstag, 23. Februar 2008

Die Kajak Tour

So liebe Freunde die Kajaktour ist nun vorbei. Doch wie immer erstmal alles von Anfang an.


Gegen Mittag erreichten wir unseren Ausgangspunkt für die Kajaktour, die wunderschöne Stadt Nelson. Diese kleine Stadt im Norden, direkt an der Tasman Sea gelegen ist einer der größten Städte der Nordinsel. Nachdem wir den bisher besten „Flat White (ähnlich unserem Milchkaffee) in einem netten Café direkt an der Hauptstraße tranken, erkundeten wir die nette Stadt bzw. suchten unser Domizil für die Nacht, welches sich nur eine Straße weiter befand. Aus diesem Rundgang wurde eher ein Shopping Nachmittag, da Nelson echt nette Cafés und Geschäfte zum Verweilen hatte. Am besten gefiel mir zum einen ein nettes Geschäft, indem es nur Klamotten für vor allem junge Männer gab, indem ich dann auch gleich 2-3 Sachen (für low) kaufte sowie ein kleines Café, welches den Eindruck einer kubanischen Cocktailbar machte. In dieser kleinen Bar mit nettem sonnigem Hinterhof genoss ich dann erstmal einen Cuba Libre mit dem ich mich nun endgültig im Urlaub angekommen fühlte.


Nachdem wir unsere kleine Shopping Tour beendeten checkten wir im Hotel ein und reservierten schon mal ein Tisch im hauseignen japanischen Restaurant. Nachdem super Essen (endlich mal wieder Sushi) inklusive Showeinlagen des japanischen Kochs vor unseren Augen packten wir unsere Sachen für den morgigen 3-Tages Trip im Abel Tasman National Park und gingen früh schlaf

en, da es wieder einmal am nächsten morgen früh rausging:



Nachdem nach 45 minütiger Wartezeit (uns wurde gesagt, der Bus würde um 7:30 Uhr kommen, er kam letztendlich um 8:15 Uhr) und diversen nervösen Anrufen meines Vaters bei der dazugehörigen Organisation, wir endlich eingesammelt wurden, konnte der Trip nun beginnen. Zu allererst mussten wir unsere schön in meinem Backpacker-Rucksack zusammengepackten Sachen in 2 kleine Taschen und in Handgepäck Rucksäcke umpacken. Nach dem Einchecken am dazugehörigen Office und der gerade genannten Pack-Arie ging es nun zu der Ablegestelle der Kajaks. Unsere Kajak-Clique war sehr multikulturell angehaucht (jeweils ein schottisches, kanadisches, englisches sowie australisches Pärchen), jedoch wie sich im Laufe der Tour herausstellte auch sehr nett und freundlich. Die beiden Guides (Lauren und Brucy-Boy) kamen natürlich aus Neuseeland. Nach der Einweisung sowie des Verstauens unseres Gepäckes ging es nun jeweils zu zweit ins Wasser. Man merkte gleich zu Anfang, dass

das Schlafen ei

nem abends sicher nicht schwer fallen würde.


Die Tour begann jedoch sehr ruhig. Die beiden Guides vor allem Brucy-Boy erklärte uns während der Fahrt einiges über die Landschaft des Abel Tasman Nation Parks. Nachdem wir in einer netten Bucht mit Sandstrand pause machten, war ich jedoch froh endlich ins Kühle nass zu springen und am Strand etwas zu essen bzw. etwas schlaf nachzuholen. Viel zu früh (aus meiner

Sicht) ging es

jedoch schon alsbald weiter. Und wie es weiter ging…Zwar sagte uns Bruce, dass es etwas „windy“ werden könnte, aber damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Die Tasman Sea war dermaßen „rough“, dass ich mir vorkam wie auf einer Rafting Tour. Also erstmal nix von wegen „gemütliche Tour durch wunderschöne Buchten“. Ich hatte das Gefühl, dass man kein Meter vorwärts kam, da die Wellen echt teilweise mind. 1 Meter hoch waren (hört sich zwar nicht viel an, aber ist echt verdammt viel mit einem Kajak). Endlich den rettenden Strand erreicht, erklärte uns mister „nice-guide“, dass wir noch mal raus müssten, aber wirklich nur „um die Ecke“. Ich dachte ich spinne und wollte schon aufgeben, auch die anderen waren nicht wirklich begeistert. Doch auch die letzte Hürde packten wir und erreichten endlich unser

Tagesziel: Eine wunderbare Lodge in der Tasman Bay. Leider war gerade Ebbe, also mussten wir die Kajaks über den halben Strand zum Steg schleppen. Wir hatten ja noch genug Kraft (Achtung Ironie! :-D). Nach diesem letzten Kraftakt, gab es die ersehnte Dusche sowie eine Kleinigkeit zu essen. Jetzt wurde mir auch bewusst, wie wunderschön es hier doch eigentlich ist:



Während des Abendessens unterhielten wir uns sehr nett mit Engländern, die auch zu unserer Reisegruppe gehörten, jedoch wanderten, anstatt Kajak zu fahren. Aber auch nach dem Essen kam man mit anderen Leuten in der Lodge ins Gespräch. Wir Kajak-Fahrer waren das Gesprächsthema Nummer eins, da auch den Wanderern die „Rough-Sea“ aufgefallen war. Am Abend zollte der Tag mit unseren Taten nun Tribut. Bevor es dunkel wurde, war ich eingeschlafen.



Am nächsten Morgen wurden unser

e Gebete erhört. Die Tasman Sea hatte beschlossen heute ganz ruhig zu bleiben. Nach dem Frühstück ging es mit Muskelkater wieder ins Kajak. Die ersten Meter waren zwar hart, aber die Landschaft entschädigte schon bald die Schmerzen des Vortages. Neben wunderhübschen Buchten bekamen wir an diesem Tage auch naturgeladene Lagunen, kleine Pinguine und Rochen zu sehen. Das Highlight war jedoch „Tonga Island“. Auf dieser kleinen Insel lebten einige Robben. Zwar hatte ich bereits in den Fjorden Robben gesehen, jedoch war es diesmal viel beeindruckender. Wir fuhren bis zu 2 Meter an die Robben heran. Wir sahen sogar wie einige Personen mit den Robben zusammen schwammen. Unsere Guides wurden deswegen jedoch von einem Aufsichtsboot ermahnt (man muss mit Kajaks mind. 20 Meter Abstand von der Insel halten).

Die Kajaktour endete am frühen Nachmittag an einem Strand, an dem wir ca. eine Stunde rasteten und auf die Wanderer warteten. Nachdem ein Wassertaxi (welche von Strand zu Strand fahren) unsere Kajaks eingesammelt hatte, ging es nun auf einer ca. 2 stündigen Wandertour zu der nächsten Lodge.

Nach dieser wunderbaren Wanderung (ich bin ja nun wirklich kein Wanderfreund) erreichten wir diese am frühen Abend. Ich hätte echt nicht gedacht, dass man die letzte Lodge hätte toppen können. Doch auch hier genossen wir wieder einen Super-Ausblick, die letzten Sonnenstrahlen und wieder diverse nette Gespräche.


Viel zu früh (7:30 Uhr Frühstück; 8:30 Uhr Abgang) ging es auf eine letzte Wandertour durch den Abel Tasman National Park. Diese 3-stündige Tour hatte es aber noch mal in sich. Zwar war diese nicht wirklich schwierig, dafür jedoch echt abenteuerlich. Die frühe Abgangszeit war deshalb nötig, da man auf diesem Wanderweg auf Ebbe/Flut achten musste. Man empfahl uns erst einmal mit „Strandschuhen“ zu starten. Ich also die Flip-Flops rausgeholt und los ging’s. Nach ca. 20 Minuten mussten wir jedoch einen Fluss überqueren, der gerade dabei war zu steigen. Es war ein herrliches Bild, wie wirklich alle bis zum Bauch im Wasser standen um diesen Fluss zu überqueren (ich hatte übrigens die Flip-Flops dafür ausgezogen).



Leider war das Wetter an diesem Tag sehr bewölkt. Doch war dies für die 3 stündige Wanderung vielleicht gar nicht so schlecht, da man doch 2-3 Berge überqueren musste. Am Zielpunkt angekommen wurde nach einer ca. 1 ½ stündigen Wartezeit von einem Boot abgeholt. Auf der zweistündigen Bootsfahrt zurück wurde einem erstmal bewusst, was für eine Strecke wir mit Kajak bzw. zu Fuß zurück gelegt hatten.


Nach der Bootstour brachte uns der Bus zurück nach Nelson, wobei der Abschied von den Anderen doch sehr herzlich war. Schließlich hatten man immerhin 3 Tage miteinander verbracht. In Nelson wurde der aufkommende Heißhunger (hatten den ganzen Tag fast nix gegessen) schnell mit 2 Burger (von Burger King) gestillt und im Hotel eingecheckt. Am Abend gingen wir dann ins hoteleigene Restaurant noch mal richtig essen und genossen nach der Natur doch auch wieder das „Stadtleben“ von Nelson.


Als Fazit lässt sich sagen, dass diese Tour trotz aller Strapazen das i-Tüpfelchen des bisherigen Neuseeland Aufenthaltes war. Zwar verbringen wir noch 5 Nächte in Neuseeland, aber diese werden wohl eher sehr stadtlastig und im Schnelldurchlauf durchlebt. Diese Tour fasst im Endeffekt alles zusammen, was Neuseeland so beeindruckend macht: Natur pur, super Wetter, nette Menschen und dazu kommen hier halt noch einsame Strände sowie wundervolle Buchten zum schwimmen.


PS:Die dazugehörigen Videos gibt es später. Hat hier gerade nicht geklappt. Dafür gibt’s wieder aktuelle Fotos bei Picasa.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

zum glück warst du vom kajak fahren zu KO, um nachts nakst zu baden ;-D