Zwar fand Hokitika keine wirklich große Erwähnung im Reiseführer (außer die Jade-Verkäufe), aber als wir dort ankamen waren wir doch positiv überrascht. Wir hatten nämlich Glück, dass unser Hotel (welches uns wiederum der Hotelchef aus dem Fox Glacier empfohlen hatte) echt schön war. Das Beste war jedoch, dass wir direkt am Strand waren, somit ideale Aussicht auf das Meer hatten. Spontan entschieden und von den erneuten Eindrücken überwältigt, entschlossen wir gleich 2 Nächte dort zu verbringen.
Den Rest des Abends (hatten ja heute wirklich viel erlebt) verbrachten wir auf unserem Balkon, genossen das schöne Wetter, die traumhafte Aussicht und sahen einen wunderschönen Sonnenuntergang. Zwischendurch beobachte ich noch entzückt, wie sich ein Brautpaar (mit Familie) ca. 1 ½ Stunden am Strand fotografieren lies. Nach dem Sonnenuntergang meldete sich unser Magen zu Wort. Wir erhofften noch irgendwo was zu essen zu bekommen und wurden nicht enttäuscht. In einem netten (von französischen Aussteigern gegründeten) Restaurant „Cafe de Paris“ bekamen wir noch richtig gutes Essen (es war immerhin schon halb 10).
Den nächsten Tag verbrachten wir damit, mal vollkommen zu entspannen. Das Wetter war vormittags zwar nicht so dolle, aber am Nachmittag zog es eigentlich wie immer auf. Somit gammelten wir fast den ganzen Tag auf der Terrasse oder am Strand.
Das Highlight des Tages kam jedoch am Abend: Wir hatten eigentlich vor, in unserem netten Hotelrestaurant (direkt am Strand gelegen) zu essen. Jedoch war das Restaurant (wie am Vorabend) aus mysteriösen Gründen ausgebucht, denn eigentlich war die Stadt gähnend leer. Naja ist ja nicht so schlimm, es gibt ja noch unser nettes Restaurant von gestern…dachten wir uns zumindest. Doch auch dieses war ausbucht (War nicht letzte Woche erst Valentinstag?!). Gefrustet suchten wir in dieser Kleinstadt ein vernünftiges Restaurant. Wir hatten jedoch mittlerweile echt Hunger und entdeckten ein „China Restaurant“. Als wir rein kamen, wollten wir erst umkehren, dachten uns aber, so schlimm kann es schon nicht werden. Wir lagen leider falsch! Mein Vater bestellte als Vorspeise eine Ei-Nudel-Suppe (warum auch immer). Das Ergebnis sah im Endeffekt so aus, dass eine Brühe mit extrem langen Nudeln und 2 Spiegeleier in der Suppe schwammen. Es sah echt widerlich aus und schmeckte auch so. Die Bedienung (eine Asiatin schlürfte (kein Witz) zu unserem Tisch und deckte die fast unangerührte Suppe ab. Das Highlight kommt aber noch: Die Köchin, ein Mannsweib, welche aussah als sei sie gerade aus dem Knast ausgebrochen (mit Tatoos auf beidem Oberarmen, welche übrigens größer waren als meine) brachte uns unser Essen. Selbst Peter von Frosta hätte dieses Nasi Goreng nicht mal im Ansatz so krass schlecht hinbekommen. Mittlerweile hatten wir echt Angst um unsere Gesundheit. Zum ersten Mal in meinem Leben verließ ich ein Restaurant vorzeitig. Als die Bedienung uns fragte, warum wir denn schon gehen würden, sagten wir nur schnell „not our kind“ und rannten fast aus diesem Laden. Ich bin ja sonst echt nicht so pingelig, aber das war echt die Härte. Der Hunger war erstmal vergangen und wir kippten uns in der nächsten Bar erstmal den Alkohol in Rachen, der Gesundheit wegen.
Am nächsten Morgen waren wir zwar froh das kleine Nest zu verlassen, jedoch auch mit einem tränenden Auge, da das Hotel mit dem Meerblick echt toll war. Mit etwas Jade im Gepäck (hatten wir am Vortag gekauft) war es langsam Zeit die Westküste hinter sich zu lassen und uns auf den Weg in Richtung Nelson zu machen.
Auf der herrlichen Tour entlag der nördlichen Westküste kamen wir unter anderem an den berühmten „Pancake Rocks“ vorbei. Eine Erklärung für diese seltsam geformten Küstensteine, entnehmt ihr am besten der Wikipedia Erklärung. Es war auf jeden Fall wieder mal sehr beeindruckend. In Westport (der größten Stadt an der Westküste) aßen wir lecker Mittag und verließen nun endgültig die Westküste.
Auf dem Weg nach Murchison (unserem nächsten Ziel) ging es den romantischen „Buller River“ entlang in Richtung Norden. Unterwegs kamen wir dann noch an der längsten Hängebrücke Neuseelands vorbei. Parallel zur Hängebrücke gab es eine Art „Swing-Bahn“ (vergleichbar mit der Seilbahn an Kinderspielplätzen) mit der Mann sich über den Fluss schwingen lassen konnte. Dort entstand auch dieses Video:
Nach diesem Akt kamen wir kurz darauf in Murchison an und suchten mal wieder ein nettes Hotel. Erst einmal bekamen wir zwar zwei Absagen, letztendlich wurden wir jedoch fündig und verbrachten die Nacht in einem netten Motel.
Am nächsten Morgen ging es weiter zu unserem jetzigen Aufenthalt Nelson (einer wunderschönen Strandstadt). Doch den Eindruck von Nelson erzähl ich euch erst in 3 Tagen, da es morgen früh erstmal zu einer 3-Tages-Kajak Tour geht.
Also seid nicht ungeduldig liebe Zielgruppe und lest noch mal in ganzer Ruhe den Blog und guckt euch die Fotos auf Picasa an.
Knutscha
Sascha
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen