Sonntag, 17. Februar 2008

Westcoast

Der Weg von Wanaka bzw. Queenstown zur Westküste gilt als einer der schönsten Alpenstrecken der Welt. Grund dafür sind mehrere Naturschauspiele, die sich auf diesem Wege zeigen. Man startet zwar bereits an einem wunderbaren See (Lake Wanaka), jedoch begeistern einen auf dem Weg zur Westküste (eigentlich in ganz Neuseeland) immer wieder neu auftauchende Seelandschaften. Doch auch die hier nun wieder beginnenden Regenwälder beeindrucken mit hübschen Wasserfällen und kurzen Wanderwegen. So dauert die relativ kurze Strecke (ca. 120 km) doch relativ lange, da man immer wieder hält um einfach die Landschaft zu genießen oder auch ein paar Fotos zu schießen.

Nachdem wir in den Regenwäldern von den Mücken fast aufgefressen wurden (die Stiche jucken viel länger und unangenehmer als bei uns) kamen wir nach einiger Zeit an der Westküste an:



Der erste provisorische „Strand-Latte-Machatio“ (In Wirklichkeit gab’s nur Instant-Kaffee) und weiter ging es zu unserem eigentlichen Ziel des Tages:

Dem Fox-Glacier!

Doch erstmal ging es eine ganze Weile die Küste in Richtung Norden entlang. Auch hier stiegen wir einige Male aus um ein paar Fotos zu schießen. Das beeindruckende hier ist die Tatsache, dass der Regenwald fast direkt ans Meer mündet. Und nicht nur der Regenwald, sondern auch der Gletscher reicht sehr nah an die Küste heran (nur einige Kilometer). Doch dazu später mehr…

Die Orte um die beiden Gletscher (Fox Glacier und Franz Josef Glacier) bestehen im Endeffekt nur aus Hotels und Touristenläden. In Fox Glacier hatten wir unser Hotel gebucht und entluden nach der langen Fahrt erstmal unser Hab und Gut. Die Westküste bzw. die Gletscher sind im Allgemeinen für eher nicht so gutes Wetter bekannt 10-mal soviel Niederschlag wie in Mitteleuropa). Das bekamen wir auf der Fahrt auch gleich zu spüren, jedoch zogen zum Abend hin die Wolken immer mehr weg in Richtung Landesinnere. Also beschlossen wir früh Abend zu essen um die berühmte Wanderung um den kleinen Lake Matheson pünktlich zum Sonnenuntergang zu erleben.

Der kleine See (ja fast sogar ein Teich) ist deshalb so beliebt, da sich bei gutem Wetter in ihm der Gletscher und die anliegenden Berge spiegeln bzw. reflektieren. Wir hatten leider nicht so viel Glück, da ein paar Wolken an der Bergspitze hangen. Jedoch erzeugten das spätabendliche Licht, der Sonnenuntergang und der See eine mystische Atmosphäre.

Eine Freundin von mir (danke noch mal Julia :-p) hatte mir geraten dies am besten morgens bei Sonnenaufgang zu begutachten. Jedoch war ich im Endeffekt froh dies schon abends gemacht zu haben, da am nächsten Morgen das Wetter schlecht war. Der Rückweg vom See zum Hotel war auch etwas abenteuerlich. Es war ja mittlerweile dunkel und somit begegneten wir auf dem Weg durch den Regenwald einige Waschbären und andere (wegen der Dunkelheit) nicht definierbaren Tieren.

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